Stellungnahmen

Stimmen aus Österreich zur „Segnung für homosexuelle Paare – Segen für Alle“

Kirche soll begleiten, nicht abwerten

Andrea Ederer, Präsidentin, Katholische Aktion in der Steiermark

„Das Evangelium lässt uns nicht ruhig, es drängt uns: Es ist revolutionär.“ (Papst Franziskus 2019)

Ich wünsche mir, dass der Papst von diesem tiefen „Erschrecken über die eigene Blindheit“ (Papst Franziskus 2019) noch stärker erfasst wird, und sich ernsthaft mit der Genderfrage auseinandersetzt, damit ihm dadurch die Augen geöffnet werden für das tiefgehende und allumfassende Missbrauchs- und Ausschlusssystem an Frauen und sexuellen Minderheiten in der römisch-katholischen Kirche und die Notwendigkeit der Überarbeitung der bestehenden Lehre.

MMag.a Dr.a Susanne Moser, Institut für Axiologische Forschung

Alle Menschen sind Teil des göttlichen Plans. Einer Einzelperson oder einem Paar, das in Liebe und Treue miteinander leben will, das abzusprechen, ist verletzend und diskriminierend. Eine solche Äußerung kann auch durch beschwichtigende Nebensätze nicht relativiert werden.

Stellvertrendende Pfarrgemeinderats- Vorsitzende, Erzdiözese WIen

gesegnet

wo zwei Menschen sich achtsam lieben
liegt göttlicher Segen
wird Segen vermehrt

wo zwei Menschen sich lieben mit Seele und Leib
kann liegen der Segen in Fülle
wird göttlicher Segen begreifbar in menschlichem Sein

kein menschliches Gesetz sollte es wagen
zu verbieten den Segen vom Himmel
zu verwehren den Segen auf Erden

gesegnet sind alle
die sich trauen zu lieben
die es wagen die Liebe zu leben

Klaus Heidegger, Katholische Aktion der Diözese Innsbruck

Hier sammeln wir Stimmen & Stellungnahmen zur Initiative.
(Diese werden dann auf dieser Seite veröffentlicht. )

Weitere Stellungnahmen

[…] in Verbundenheit mit so vielen – auch in Zukunft kein liebendes Paar zurückweisen, das darum bittet, den Segen Gottes, den sie alltäglich erleben, auch gottesdienstlich zu feiern.
Eine Theologie auf der Höhe der Zeit
begründet diese verantwortliche Praxis.
Gott ist kein Zyniker, der etwas erschafft, das er dann verteufelt.

Pfarrer Gerald Gump, Pfarre zur Frohen Botschaft Wien

Ja zur Vielfalt! Die katholische Pfarre Breitenfeld deklariert sich als „LGBTIQ*-respektierende“ Kirchengemeinde

Pfarrmoderator Gregor Jansen & das Pfarrleitungsteam

I´m eighteen and I don´t know shit about life but I know it´s wrong to hate people for things they can´t change. If you can´t unterstand that grow up.
Ohne uns gibt es keine Kirche. Wir sind die lebendige Kirche, wir sind die Zukunft.

Magdalena Prettenthaler

Die homosexuelle Neigung ist in Ordnung – ausleben darf man sie nicht. Was für eine sadistische Gottheit hat sich das ausgedacht? Homosexuelle Intimität ermöglicht keine Nachkommen. Deshalb soll sie von Gott nicht gewollt sein. Wir sind wieder bei „Humanae vitae angelangt. Denn unehelicher Sex und Verhütung sind deshalb ja auch böse
Warum gibt es dann Segensfeiern für wiederverheiratete Geschiedene (nach kirchlicher Lehre betrügen die mit jedem sexuellen Akt ihren für immer geehelichten Partner) und für unverheiratete Paare (ohne, dass jemand nach den Gewohnheiten im Schlafzimmer fragt…)? Kein Sakrament der Ehe – somit keine Gleichstellung – sondern eine Segnung!Die Segnung sollte auch homosexuellen Paaren nicht verwehrt werden. Auch bei ihnen dürfen wir annehmen, dass sie von Gott „gut gesprochen“ sind und auch diese Beziehungen sollen von Gott begleitet und beschützt sein. Weil sie von Liebe getragen werden.Eine Segnung zu verweigern, empfinde ich als hochmütig (da kennen mMn einige den Plan Gottes wohl besser, als dieser selbst…), als lebensverneinend und sehr wohl auch als diskriminierend.

Eine Theologin aus Graz

Nichts anderes ist möglich, denn Jesus hat niemanden ausgegrenzt.

Elisabeth Wunderer, EDW – Mitarbeiterin in Pension

Gott liebt ALLE Menschen, gleich welcher sexueller Orientierung. Es ist echt furchtbar und stimmt mich traurig, dass es selbst in unserer Zeit noch immer ein Thema ist. Es wird alles mögliche gesegnet, aber wenn sich zwei gleichgeschlechtliche Paare lieben, soll eine Segnung untersagt werden??? Ich setze hiermit ein Zeichen des Protestes gegen das Dekret aus dem Vatikan.

Peter Hampölz, Vermögensverwaltungsrat & Firmungsvorbereiter Pfarre Moosbrunn

Hier stellt sich offensichtlich die Kurie gegen die pastorale Linie des Papstes. Schade. Von Papst Franziskus sind mir sehr verständnisvolle Worte zu dieser Frage in Erinnerung (z. B. bei der Pressekonferenz beim Heimflug von einer Pastoralreise).

Rudolf Rögner, Mitglied des Pfarrgemeinderates in Wolkersdorf

Ich bin überzeugt, dass jeder Segen die Liebe Gottes vermittelt und die Menschen stärkt, die darum bitten und ihn empfangen! – Also segnet einander!

Michael Kopp, Familienseelsorger Graz Seckau

Wir als Angestellte der katholischen Kirche stehen für eine Kirche, in der Platz für ALLE Menschen ist, unabhängig von Aussehen, Ansehen, Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung.

Berufsgemeinschaft der PastoralassistentInnen der Erzdiözese Wien

Manchmal nimmt sich die katholische (Amts)Kirche ziemlich viel raus, vor allem, wenn es um Bewertung von persönlichen Lebensentwürfen geht. Ganz genau scheint sie zu wissen, was im Plan Gottes sei und was nicht. Dabei ist Gott meist eines, nämlich ein Mysterium, dessen Pläne nicht immer so offensichtlich sind. Eines ist aber sicher: Dass Gott seine Schöpfung, die Menschen und ihre liebenden Beziehungen liebt und segnet. Die Kirche hat hier nicht das Recht, sich über Gott zu stellen. Denn Gott sah an, was er gemacht hatte und es war sehr gut. Es ist also gesegnet.

Stefanie Hinterleitner, Seelsorgerin Dompfarre Linz, Abteilungsleitende Katholische Jugend OÖ

Stellungnahme zur Unzulässigkeit von Segnungen homosexueller Menschen

Hannes Grabner, Seelsorger der Kath. Jungschar der ED Wien
Regionalseelsorger der Jungen Kirche Wien
Kaplan der Pfarre Leopoldau

Statement

Katholische Jugend Österreich

https://www.katholische-jugend.at/blog/statement-der-katholischen-jugend-oesterreich-zum-gestern-veroeffentlichten-dekret-der-glaubenskongregation/

Ein Einspruch…

Mag.a Dr.in Sigrid Rettenbacher, Assistenzprofessorin Institut für Moraltheologie Linz

Kirche muss endlich neuen Umgang mit gleichgeschlechtlich Liebenden lernen.

Katholische Aktion Österreich